Exlibris, Mirror of its Time (in German)
Besitzerzeichen in Büchern des 18. bis 20. Jahrhunderts
25.08.2006 – 29.10.2006
Bedeutende Künstler schufen kleine Meisterwerke, die das Selbstverständnis der Bibliophilen widerspiegeln. So finden wir im 18. Jahrhundert Kupferstecher wie Johann Rudolf Schellenberg aus Winterthur oder Balthasar Anton Dunker aus Bern, die ihre Kunst in den Dienst der Bücherliebhaber stellten und mit sprechenden Bildern und Symbolen deren Ambitionen und Interessen zur Darstellung brachten. Um 1900 haben auch weltberühmte Künstler wie Albert Anker, Félix Vallotton oder Paul Klee es nicht unter ihrer Würde gefunden für Freunde und Kunden Exlibris zu entwerfen.
Als Intervention in die Dauerausstellung konzipiert, folgt die Ausstellung deren Themen und zeigt die ganze Vielfalt der Ambitionen und Ideale einer gebildeten Gesellschaft, vom Bekenntnis zur Aristokratie zu jenem zur Revolution, den Berufsstolz oder den Traum einer besseren Welt. Immer wieder stehen das Buch, die Leserin und der Leser im Zentrum, Abbild einer Welt, in der Wissen und Lesen eng miteinander verbunden sind. Die Ausstellung wird mit dem Schweizerischen Exlibris Club vorbereitet und aus den reichen Beständen seiner Mitglieder bestückt.